Geschichte

Katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen

Nach der Fusion der vier katholischen Pfarrgemeinden St. Margareta Lengerich, St. Christophorus Ladbergen, Maria Frieden Lienen und St. Michael Tecklenburg entstand mit 8700 Christen am 11. Juni 2006 die Katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen.

Mit 300 Quadratkilometern Ausdehnung gehört sie zu den flächenmäßig größten Gemeinden im Bistum Münster.

Chronologie der Annäherung

3. Mai 1999

Brief des Pfarrgemeinderates der Pfarrgemeinde St. Christophorus Ladbergen an den Bischof von Münster

 

10. Mai 1999  

Gespräch des Domkapitulars Buckstegen mit den Pfarrern der Gemeinden

 

1. Juni 1999 

Gemeinsames Gespräch über mittelfristige Strukturplanung in Lengerich

 

14. Juni 1999 

Brief des Bischofs an die Pfarrer, Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte

 

25. Sept. 1999 

Klausurtagung des Pfarrgemeinderates St. Margareta in Kloster Frenswegen bei Nordhorn

 

25.- 27. Okt. 1999

Pastoralkonferenz des Dekanats Ibbenbüren in Stapelfeld

 

6. Dez. 1999

Gemeinsame Sitzung des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes St.Margareta/St.Hedwig zum Thema „Zukunft der Gemeinden“ (Vorschläge des Pfarrgemeinderates zu Kooperationsmöglichkeiten werden diskutiert)

 

20. Jan. 2000   

1. Gesprächsrunde der Laienvertreter der vier Gemeinden in Lengerich

2. Gesprächsrunde: Laienvertreter mit den Pfarrern Pleßmann und Nachtwey und Herrn Brockmann 

(Erfahrungsaustausch über den Diskussionsstand in den Gemeinden und erste Kooperationsüberlegungen)

 

27. Jan. 2000  

Kreisdekanatsversammlung in Rheine mit Weihbischof Dr. Thissen

 

5. Feb.  2000

Gemeindeversammlung in Lienen zum Thema Kooperation Moderation Frau Wüller aus Münster. Eingeladen waren die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte Ladbergen, Lengerich und Tecklenburg

 

Dokumentation der Fusion

Die folgende Dokumentation stellt den Versuch dar, den Prozess der Annäherung bis zur Fusion der Gemeinden im Überblick darzustellen. Entstanden ist die Idee, den Prozess zu dokumentieren, durch das Anliegen von Gemeindemitgliedern aus St. Margareta Lengerich, dem Bischof den Prozess der Namensfindung transparent zu machen und diesen Prozess ergänzend zur Mitteilung über den endgültigen Beschluss der Gemeinden dem Bischof mitzuteilen. Dieses Anliegen hat jedoch dazu verleitet, den gesamten Fusionsprozess im Rückblick zusammenzufassen.

Als Grundlage der Zusammenfassung dienten in erster Linie die Sitzungsprotokolle, Mitteilungen im Pfarrdialog und Mitschriften.

 

 

Auf Anregung von Dechant Weber und durch entsprechende Informationen der Bistumsleitung hinsichtlich finanzieller Vorteile bei einer rechtzeitigen Gemeindefusion bis zum 31.12.2004 wird für den 17.06. 2004 eine außerordentliche Sitzung des Rates der Seelsorgeeinheit einberufen. Auf dieser Sitzung werden Möglichkeiten ausgelotet. Es werden aber bezüglich einer Fusion große Bedenken vorgebracht, vor allem im Hinblick darauf, dass man sich  in der Seelsorgeeinheit noch näher kennen lernen müsse und  die Gemeinden nicht überfordern dürfe.

 

Am 07.09.2004 treffen sich alle Gremien der Gemeinden der Seelsorgeeinheit ( Gemeinderäte, Kirchenvorstände und Rat der Seelsorgeeinheit ) zu einer Versammlung zum Thema Fusion. Herr Foschepoth und Herr Niklas von der Fachstelle Gemeinde-Entwicklung und pastorale Zusammenarbeit sind als Referenten dazu eingeladen, um über Erfahrungen mit Gemeindefusionen zu berichten. In der Sitzung können die Bedenken und Vorbehalte gegen eine Fusion grundsätzlich nicht ausgeräumt werden.

 

In der Sitzung des Rates der Seelsorgeeinheit am 23.09.2004 wird beschlossen, zu einem späteren Zeitpunkt zu fusionieren. Begründet wird die Entscheidung damit, dass im vergangenen Jahr durch die Erweiterung der Seelsorgeeinheit mit St. Christophorus Ladbergen einschneidende Veränderungen bereits erfolgt seien. Die mögliche Fusion wird mit der Absicht verschoben, zu einem späteren Zeitpunkt St. Michael Tecklenburg mit einbeziehen zu können. Der Antrag, die Fusion noch im Jahre 2004 durchzuführen, wird mit 3 : 9 Stimmen abgelehnt.

Es wird beschlossen, einen Fusionsausschuss unter Beteiligung Verantwortlicher aus St. Michael Tecklenburg einzurichten. Eine erneute Beratung über eine Fusion wird für den Sommer 2005 für möglich gehalten.

 

Am 13.11.2004 trifft sich der Rat der Seelsorgeeinheit zu einer Klausurtagung im Haus Mariengrund in Münster. Grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit der Gemeinden in der Seelsorgeeinheit stehen im Mittelpunkt der Tagung.

 

                                       

Auf der Sitzung des Rates der Seelsorgeeinheit am 30.11.2004 befasst sich der Rat der Seelsorgeeinheit mit einem Artikel aus dem „Forum“, dem Gemeindebrief St. Michael Tecklenburg, in dem Pfarrer Pleßmann sich zur Fusion mit den Gemeinden der Seelsorgeeinheit äußert und eine Fusion für 2005 in Aussicht stellt. In dem Artikel wird der Name „Niels Stensen“ als möglicher Name für die neue Gemeinde ins Gespräch gebracht. Weiter teilt er mit , dass er seine Vorstellungen bereits dem Bischof vorgetragen und dieser wohlwollendes Interesse signalisiert habe. Im Rat der Seelsorgeeinheit löst dieser Artikel allgemeine Verwunderung aus. Der Rat beschließt daraufhin, in Gespräche mit St. Michael einzutreten und im weiteren Verlauf der Verhandlungen auch über einen möglichen Namen zu sprechen.

     

Am 24.02. 2005 trifft sich der Fusionsausschuss im Pfarrhaus St. Margareta zu einer 1. Sitzung. Teilnehmer sind: Pfarrer Falkenberg, Frau Lindemann und  Herr Schlöpker aus Tecklenburg, Herr Lohmeyer aus Lienen, Herr Fenker aus Ladbergen und Herr Dr. Thomes aus Lengerich. Im Mittelpunkt steht ein allgemeiner Informationsaustausch über die Struktur der Gemeinden, über die Diskussionen in den Gremien von St. Michael Tecklenburg zum Thema Fusion und über die bisherige Entwicklung in der Seelsorgeeinheit. Vereinbart wird eine gemeinsame Sitzung von PGR St. Michael und Rat der Seelsorgeeinheit.

 

Im PGR St. Michael Tecklenburg  und im Rat der Seelsorgeeinheit werden die Gesprächsergebnisse des Fusionsausschusses beraten.

 

Am 09.05 2005 treffen sich der Rat der Seelsorgeeinheit und der PGR St. Michael zu einer ersten gemeinsamen Sitzung. Der einzige Tagesordnungspunkt lautet:  „Fusion – die Zukunft unserer Gemeinden“ . Ergänzend zu einem allgemeinen Informationsaustausch werden zu den Fragen „Was bereitet uns Sorgen ?“, „Was macht uns Mut ?“ Meinungen eingeholt. Es wird beschlossen, die Gespräche in einer weiteren Sitzung in der selben Zusammensetzung zu vertiefen.

 

Zweite  gemeinsame Sitzung am 20.06.2005. Die Sitzung wird auf Antrag abgebrochen, da von 10 Mitgliedern des PGR St. Michael nur 3 erschienen sind. Die Anwesenden beauftragen den Fusionsausschuss, für die weiteren Schritte der Zusammenarbeit ein Konzept zu erarbeiten.

 

Der Fusionsausschuss schlägt als nächste Schritte im Fusionsprozess vor, für den Monat September 2005 in den vier Gemeinden jeweils unmittelbar im Anschluss an die Sonntagsgottesdienste die Gemeindemitglieder in Pfarrversammlungen über die geplante Fusion zu informieren und ins Gespräch zu kommen.  Den Abschluss soll eine zentrale Pfarrversammlung bilden,  zu der alle Gemeinden eingeladen sind.

 

Der Rat der Seelsorgeeinheit ( Sitzung am 23.08.2005 ) und der PGR St. Michael stimmen dem Vorschlag des Fusionsausschusses zu. Es wird mit großer Mehrheit die Absichtserklärung beschlossen, bis zum 30.06.2006 die Fusion der Gemeinden durchzuführen und in Verbindung damit den Termin für die angesetzten Wahlen zum Pfarrgemeinderat bzw. Rat der Seelsorgeeinheit im Herbst 2005 zu verschieben.

 

Am 23.08.2005 wird ein entsprechender Antrag an den Generalvikar, Herrn N. Kleyboldt,  geschickt. Ein gleichlautender Antrag des PGR St. Michael geht dem Generalvikar ebenfalls zu. Es wird beschlossen, den 11.06.2006 als Fusionstermin festzulegen. Zur Namensgebung wird festgelegt, dass die Entscheidung über den Namensvorschlag für die neue Gemeinde  an den Bischof ein erweiterter Rat der Seelsorgeeinheit trifft ( Mitglieder im Rat der Seelsorgeeinheit, 3 gewählte Mitglieder aus dem PGR St. Michael, ein Vertreter des Kirchenvorstandes und als Hauptamtlicher Pfarrer Pleßmann). Über Namensvorschläge soll in einer nächsten Sitzung abgestimmt werden. Die ersten Namensvorschläge sollen dann in der gemeinsamen Pfarrversammlung vorgestellt werden. Dieser Antrag wird mit 15 Ja-Stimmen, 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung angenommen. 

 

In einem Schreiben des Generalvikars vom 05.09. 2005 wird dem Antrag der Gemeinden auf Verschiebung der Wahl stattgegeben. Einer Verlängerung des Mandats der Mitglieder in den Mitwirkungsgremien wird zugestimmt.

 

Am 11.10.2005 findet in Tecklenburg die 1. Sitzung des erweiterten Rates der Seelsorgeeinheit statt. Über einen ausgearbeiteten Informationszettel mir Fragen zur Fusion auf der Grundlage der „Meist gestellten Fragen“ wird abgestimmt. Über die bis zu diesem Zeitpunkt eingereichten Namensvorschläge wird geheim abgestimmt. Der Wahlmodus wird dahingehend festgelegt, dass jeder Wahlberechtigte bis zu 4 Vorschläge ankreuzen kann. Es wird ausdrücklich betont, dass es sich bei dem Ergebnis nur um ein erstes Meinungsbild handeln kann, weil weitere Namensvorschläge aus den Gemeinden erwartet werden. Hinsichtlich der Namensauswahl einigt sich das Gremium auf folgende Kriterien:

Der Name sollte auf Zukunft ausgerichtet sein, aber durchaus auch die geschichtliche Entwicklung einbeziehen, für einen Neuanfang stehen, Ökumene verträglich sein, ein spirituelles Gepräge besitzen und Generationen verbindend sein.                                                                                                       

 

Aufgrund der Abstimmung ergibt sich folgendes Meinungsbild:

St. Margareta (1 Stimme)

St. Georg (1 Stimme)

Edith Stein (11 Stimmen)

Kardinal von Galen (11 Stimmen)

Niels Stensen (12 Stimmen) 

Emmaus-Gemeinde (10 Stimmen)

St. Benedikt (7 Stimmen)

St. Marien    (2 Stimmen).                                                                                                    

 

Es wird erwartet, dass dem Rat der Seelsorgeeinheit aus den Gemeinden weitere Namensvorschläge eingereicht werden.

 

Auf der zentralen Pfarrversammlung am 20.10.2005 im Gemeindehaus St. Margareta werden den Anwesenden der Abstimmungsmodus, der zugrunde gelegte Kriterienkatalog und die Entscheidung über das erstellte Meinungsbild mitgeteilt. Bei einigen Gemeindemitgliedern aus St. Margareta ist die Enttäuschung über das Ergebnis recht groß. 

                                                                                                                                                                                  

 

In der Woche vom 24.10. bis 28. 10. und am 29./30. 10. 2005 wird in St. Margareta eine Unterschriften-Aktion gestartet. Vor und nach den Gottesdiensten sowie bei Sitzungen ( z.B. Kirchenchor) werden Gemeindemitglieder  gebeten, durch ihre Unterschrift für St. Margareta als Name für die neue Gemeinde zu votieren. ( Unterschriftenlisten/ Anlage 3 )

 

Wegen der großen Irritationen, die durch diese Aktion, die nicht mit dem Vorstand des Rates der Seelsorgeeinheit abgestimmt war, in den Gemeinden und bei den Mitgliedern des Rates ausgelöst wurden, lädt der Vorsitzende des Rates der Seelsorgeeinheit die Initiatoren der Unterschriftenaktion zu einem klärenden Gespräch ein. An dem Gespräch nehmen als Verantwortliche der Unterschriftenaktion Herr Recker und Herr Roggenland und vom Rat der Seelsorgeeinheit Herr Gruber, Herr Konermann und Herr Dr. Thomes teil. Nach einem offenen und fairen Austausch der Positionen wird ein Stopp der Unterschriftenaktion vereinbart und  verabredet, die weiteren Entscheidungen im Rat der Seelsorgeeinheit abzuwarten.

 

Am 21.11. 2005 findet die 2. Sitzung des erweiterten Rates statt, auf der alle, von Gemeindemitgliedern  eingereichten  Namensvorschläge vorgestellt werden: St. Benedikt ; Christkönig ; Edith Stein ; Emmaus ; St. Georg ; Kardinal von Galen ; Karl Leisner ; St. Margareta ; St. Marien ; Niels Stensen ; Zu den Hl. Schutzengeln.                                                                         

Über das klärende Gespräch zur Unterschriftenaktion wird berichtet. Es erfolgt eine Aussprache über die Unterschriftenaktion in Lengerich. Auf Antrag des Vorsitzenden beschließt der Rat, den Prozess der Namensgebung zu dokumentieren und als Anlage zum Namensvorschlag der Gemeinden dem Bischof vorzulegen. Dieser Antrag wird bei zwei Enthaltungen einstimmig angenommen. Weiterhin wird beschlossen, in der nächsten Sitzung am 14.02. 2006 über die Namensvorschläge im Sinne einer Festlegung der Reihenfolge abzustimmen.

 

In getrennten Sitzung geben die Kirchenvorstände der Gemeinden St. Margareta Lengerich, St. Christophorus Ladbergen, Maria Frieden Lienen und St. Michael Tecklenburg ab Dezember 2005 einstimmige Voten zur Fusion ab und stimmen dem Fusionstermin am 11.06.2006 zu.                                   Bezüglich der Zusammensetzung des Verwaltungsausschusses wird  das Verhältnis  4 : 2 : 2 : 2 vorgeschlagen. St. Margareta wird dann vier Vertreter stellen und die drei übrigen Gemeinden je zwei. 

 

Ohne weitere Aussprache wird auf der 3. Sitzung des erweiterten Rates am 14.02.2006 nach Festlegung des Wahlmodus´ in zwei Wahlgängen über die Namensvorschläge abgestimmt. Es wird einstimmig beschlossen, St. Margareta Lengerich als Pfarrkirche der neuen Gemeinde dem Bischof vorzuschlagen.

 

Zur Vorbereitung der Fusionsfeier wird eine Arbeitsgruppe gebildet, in der aus jeder Gemeinde zwei Vertreter mitarbeiten werden. 

 

 

(Zusammengestellt von Dr. Alois Thomes, Vorsitzender im Rat der Seelsorgeeinheit)

Brief an den Bischof Reinhard Lettmann (22.10.2005)

"Sehr geehrter Herr Bischof Reinhard Lettmann,

 

seit nunmehr einem halben Jahr beschäftigen sich die Gremien in den Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit Ladbergen-Lengerich-Lienen und der Pfarrgemeinde St. Michael Tecklenburg konkret  mit der Frage der Zusammenlegung der Gemeinden im Sinne einer Fusion.

In den zurückliegenden Wochen und Monaten sind bereits wichtige Weichen gestellt worden.

Bezüglich des Wahltermins der Pfarrgemeinderatswahlen am 5./6. November haben wir bereits am 23.08.2005 einen Antrag an den Generalvikar, Herrn Norbert Kleyboldt, mit der Bitte um Verschiebung des Wahltermins gestellt. In seinem Schreiben vom 05.09. hat der Generalvikar dem Wunsch entsprochen.

Es ist also unser erklärtes Ziel,  bis zum 30.06.2006 die Voraussetzungen für den Zusammenschluss zu schaffen.

 

Zu gegebener Zeit werden wir an Sie die Bitte richten, die notwendigen Entscheidungen zu treffen und die Gründung der  neuen Pfarrgemeinde zu beurkunden. Die bisherige Zeitplanung für den Fusionsprozess hat ergeben, dass wir Ihnen als Termin für die  offizielle Fusionsfeier Sonntag, den 11.06.2006, anbieten möchten.

 

Leider ist für uns die Terminierung wegen verschiedener anderer Veranstaltungen im Bereich der vier Gemeinden so eingeengt, dass wir nur den einen Termin anbieten können.

Wir hoffen , dass Sie mit diesem Terminvorschlag einverstanden sind und Sie oder ein Vertreter aus der Bistumsleitung im Rahmen eines Festgottesdienstes am Sonntagmorgen offiziell die Gründung vornehmen könnte.

 

Im Übrigen halten wir hinsichtlich der weiteren Schritte engen Kontakt mit der Fachstelle für Gemeindeentwicklung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Leitender Pfarrer der Selsorgeeinheit                              

Vorsitzender im Rat Seelsorgeeinheit

Pfarrgemeinderat St. Michael Tecklenburg"

Programm der Fusionsfeier

Die Weichen für die Fusion der Gemeinden der Seelsorgeeinheit Ladbergen-Lengerich-Lienen und  St. Michael Tecklenburg sind gestellt. In den letzten Sitzungen der Entscheidungsgremien wurde durch entsprechende Beschlüsse der Weg für die Erhebung der neuen Gemeinde geebnet.

 

Der Termin für die offizielle Feier zur Erhebung ist Sonntag, der 11. Juni 2006. Es ist der Sonntag nach Pfingsten (Dreifaltigkeitssonntag ). Die Verantwortlichen aus den Gemeinden hoffen, dass sich viele diesen Sonntag frei halten, um diesen Tag als Fusionssonntag in großer Gemeinschaft begehen zu können.

Fest steht bereits, dass unser Weihbischof Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz van Elst kommen wird, um im Rahmen der Eucharistiefeier der neuen Gemeinde die Ernennungsurkunde zu überreichen.

Zur Zeit liegt uns noch keine Rückmeldung aus Münster vor, wie der neue Name der Gemeinde lauten wird. Wir gehen aber davon aus, dass in den nächsten Tagen der Name feststeht.

Gleichwohl sind für den Ablauf der Feier bereits wichtige Absprachen vereinbart worden. Die Eucharistiefeier wird nachmittags um 15.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Margareta beginnen.

 

Um symbolisch deutlich zu zeigen, dass wir uns alle aus den Gemeinden miteinander auf den Weg in die gemeinsame Zukunft machen, werden sich alle Gottesdienstbesucher aus den vier Gemeinden um 14.00 Uhr in der Lengericher Innenstadt vor dem Römer treffen und von dort aus nach einer kurzen Begrüßung gemeinsam in Form einer Prozession zur Pfarrkirche St. Margareta gehen. Für diejenigen, für die dieser Weg zu lang ist, wird eine Fahrgelegenheit angeboten.

Für den Weg aus den Gemeinden in die Lengericher Innenstadt werden in den einzelnen Gemeinden Sondervereinbarungen getroffen.

An den Gottesdienst, der voraussichtlich bis 16.45 Uhr dauern wird, schließt sich ein Empfang im Gemeindezentrum/ Gemeindehaus St. Margareta an. Den  Abschluss des Nachmittags bildet dann ein  Kindermusical, das vom Ökumenischen Kinderchor Lienen unter der Leitung von Frau Kather in der Kirche aufgeführt wird. Das Musical wird um ca. 18.00 Uhr beginnen und 45 Minuten dauern.

Am Fusionssonntag  fallen die normalen Sonntagsgottesdienste in Ladbergen, Lengerich, Lienen und Kattenvenne aus. Lediglich in Tecklenburg wird mit Rücksicht auf die vielen Touristen um 10.00 Uhr der Gottesdienst gefeiert.

 

Bei den Überlegungen zur Gestaltung der Fusionsfeier hat stets die Frage eine große Rolle gespielt, wie wir uns in den Gemeinden auf die Erhebung der neuen Gemeinde innerlich einstimmen.

Dazu steht bisher fest, dass in der Woche nach Pfingsten an zwei oder drei Tagen geistliche Abende in den Kirchen von Tecklenburg, Ladbergen und ggf. Lienen zu bestimmten Themen stattfinden werden. Als Referenten für diese Abende haben wir das Team um den Subregens des Priesterseminars in Münster Rafael von Straelen gewonnen, das  in der Seelsorgeeinheit von der Glaubenswoche 2004 her sicherlich vielen noch in guter Erinnerung ist.

Eine endgültige Absprache über Inhalt und Termin wird in einer Besprechung Anfang Mai getroffen.

Aus den Erfahrungen anderer Fusionsfeiern wollen wir darüber hinaus den Vorschlag unseres Weihbischofs aufgreifen und , ergänzend zum Ausblick in der Perspektive der Ermutigung in der Eucharistiefeier am Sonntag, als Rückblick in einer Haltung der Dankbarkeit  die Pfingstgottesdienste gestalten. In den Gottesdiensten zu Pfingsten soll in allen Kirchen der Dank im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich werden in den bisherigen Einzelpfarren am Samstagabend vor dem Fusionssonntag Dankandachten ( Abendlob ) stattfinden.

 

Wir hoffen, dass diese ersten Informationen dazu beitragen, Sie  auf die  Fusionsfeier einzustimmen. Über den jeweiligen Stand der Vorbereitungen werden wir Sie in den nächsten Wochen regelmäßig im Pfarrdialog informieren.

Für weitere Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung der Feierlichkeiten sind wir sehr dankbar. Darüber hinaus hofft das relativ kleine Vorbereitungsteam auf Unterstützung durch fleißige Helfer, vor allem an dem Fusionssonntag selbst. Für den Empfang im Gemeindezentrum wird nach Absprache mit dem Rat der Seelsorgeeinheit erwartet, dass sich aus allen Gemeinden bereitwillig Helfer finden .

Kleines Jubiläum - 5 Jahre Sel. Niels Stensen

Fünf Jahre sind eigentlich noch kein Anlass, ein Jubiläum groß zu feiern, so sehen es auch die Verantwortlichen der Pfarrei Seliger Niels Stensen. Gleichwohl waren sich die Mitglieder im Pfarrgemeinderat auf ihrer letzten Sitzung einig, aus Anlass der 5. Wiederkehr der Fusionsfeier vom 11. Juni 2006, verbunden mit der Namensgebung Seliger Niels Stensen, am Pfingstsamstag, dem 11. Juni 2011, in der Vorabendmesse in St. Margareta um 17.30 Uhr an den Gründungstag in einem Festgottesdienst zu erinnern. Einen besonderen musikalischen Akzent werden dabei die Chöre aus Maria Frieden und St. Margareta setzen.

 

So wie am Gründungstag vor 5 Jahren die Gläubigen aus den Gemeinden Ladbergen, Tecklenburg und Lienen und den Ortsteilen Leeden, Ledde und Kattenvenne, an dem Tag symbolisch in Form einer Sternprozession, sich auf den Weg  zur Pfarrkirche St. Margareta Lengerich gemacht haben, so werden sicherlich auch am Samstag viele Gemeindemitglieder aus allen Teilen der großen Pfarrei nach Lengerich kommen, um an dem Tag wieder einmal bewusst das Zusammengehörigkeitsgefühl zu spüren.

Das Seelsorgeteam und die gewählten Gremien von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand haben in den vergangenen fünf Jahren immer wieder nach Möglichkeiten gesucht, den Prozess des Zusammenwachsens in der neuen Gemeinde nicht zuletzt durch besondere Veranstaltungen zu fördern. So hat auch  die „Sommerkirche“ im letzten Jahr eine gute Gelegenheit geboten, in einer größeren Gemeinschaft sich zum Gottesdienst zu treffen, um die Verbundenheit der Gläubigen aus den verschiedenen Gemeindeteilen zu vertiefen.

 

Das neue Logo der noch jungen Pfarrei , für das sich die Hauptamtlichen und die gewählten Laien in den Gremien bei der Gründung vor fünf Jahren entschieden haben, sei gleichsam als Aushängeschild und als Auftrag zu verstehen, so der damalige und jetzige Vorsitzende im Pfarrgemeinderat Dr. Alois Thomes. Die vier ehemals selbstständigen Gemeinden St. Christophorus Ladbergen, Maria Frieden Lienen, St. Michael Tecklenburg und St. Margareta seien durch die vier farbigen Ringe symbolisch im Zeichen des Kreuzes als Einheit verbunden.

 

Zur Erinnerung an den Gründungstag wird das Logo bei der Gestaltung des Gottesdienstes  am Samstag eine besondere Bedeutung haben, so Pfarrer Karl Jasbinschek, der im Übrigen davon ausgeht, dass auch gerade zum Pfingstfest viele Gläubige den Gründungstag der Pfarrei Seliger Niels Stensen  in der Pfarrkirche St. Margareta mitfeiern möchten.

Jubiläum - 10 Jahre Sel. Niels Stensen

Fotoalbum zur Fusionsfeier