Die Interessenvertretung für Mitarbeiter*innen in der Kirche

In jeder kirchlichen oder caritativen Einrichtung gibt es eine Mitarbeitervertretung (MAV). Ihre gewählten Mitglieder vertreten die Interessen der Mitarbeiter*innen gegenüber den Dienstgebern. Sie tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Dienste und Einrichtungen bei. Insofern sind die Aufgaben der MAV mit denen von Betriebs- und Personalräten vergleichbar. Sie repräsentiert die Belegschaft der Einrichtung gegenüber dem Dienstgeber und wacht darüber, dass alle Mitarbeiter auf Recht und Billigkeit behandelt werden.

Die MAV steht jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter jederzeit und in allen Fragen des betrieblichen Miteinanders als Ansprechpartner zur Verfügung und wird sich für ihre Belange und ihr Wohl einsetzen!  

Infos 

Rechte und Pflichten der MAV

Rechte und Pflichten der Mitarbeitervertretung regelt die Mitarbeitervertretungsordnung (MAVO). Diese wird als Rahmenordnung von den deutschen Bischöfen verabschiedet und vom jeweiligen Diözesanbischof – in unserem Fall des Bistums Münster –  mit leichten Anpassungen in Kraft gesetzt. Ihre Regelungen sind kirchenrechtlich verbindlich und gelten für alle kirchlichen und caritativen Einrichtungen des Bistums. Das Betriebsverfassungsgesetz oder die Personalvertretungsgesetze des Bundes und der Länder gelten nicht.

Grundlagen der Mitarbeitervertretungsordnung

  • Jede Einrichtung braucht eine Mitarbeitervertretung. Träger und Mitarbeiter(innen) müssen das sicherstellen (§1a).
  • Mindestens einmal im Jahr findet eine Mitarbeiterversammlung aller
    Mitarbeiter(innen) in der Einrichtung statt
    (89 4,21,22).
  • MAV und Dienstgeber sind aufgrund der religiösen Dimension des kirchlichen Dienstes dazu verpflichtet, vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten (§ 26).
  • MAV und Dienstgeber informieren sich gegenseitig über alle Angelegenheiten der Dienstgemeinschaft (§ 27).
  • MAV und Dienstgeber treffen sich mindestens einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Sitzung (§ 39).


Rechte der MAV

Die MAV hat ein Recht auf Anhörung und Mitberatung bei allgemeinen personellen Angelegenheiten (§ 29) sowie bei ordentlichen (§ 30) und außerordentlichen (§31) Kündigungen nach Ablauf der Probezeit.Darüber hinaus hat die MAV ein Vorschlagsrecht bei allgemeinen personellen Angelegenheiten (§ 32) und ein Antragsrecht (§ 37) in organisatorischen und sozialen Angelegenheiten. Die MAV hat außerdem ein Zustimmungsrecht bei der Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (§ 34), bei persönlichen (das Arbeitsverhältnis betreffenden) Angelegenheiten einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (§ 35) und bei organisatorischen und sozialen Angelegenheiten der Einrichtung (§ 36). Dienstgeber und MAV können auch Dienstvereinbarungen abschließen (§ 38), die ausschließlich für die Dienstverhältnisse in bestimmten Einrichtungen gelten. In Streitfällen, die das Mitarbeitervertretungsrecht betreffen, können Kirchliche Arbeitsgerichte angerufen werden. Diese arbeiten auf der Grundlage der Kirchlichen Arbeitsgerichtsordnung. Die staatlichen Gerichte sind nicht zuständig.

Termine

MO, 28.10.2024, 16.30Uhr
im Gemeindehaus:
Info-Veranstaltung der KZVK zur Grundwert-Rente und zur Mehrwert-Rente

MO, 24.03.2025, 16.30Uhr
im Gemeindehaus:
die einmal jährlich stattfindende Mitarbeiterversammlung mit MAV-Neuwahlen

Martina Brick
Vorsitzende
brick-m@bistum-muenster.de

 

Anja Hülsmann
Stellvertretende Vorsitzende
huelsmann-a@bistum-muenster.de

 

Martina Gröll
Schriftführerin
groell@bistum-muenster.de