Trauerbegleitung

Unser Angebot für Verwaiste Eltern

In unserer Kirchengemeinde gibt es zurzeit mehrere Gesprächsgruppen für Verwaiste Eltern.

Sie treffen sich in der Regel alle drei oder vier Wochen an einem Abend für eineinhalb bis zwei Stunden. Oft fehlen nach einiger Zeit die Menschen, mit denen man über den erlittenen Verlust noch reden kann. Die Gruppe versteht sich als Anlaufstelle, um mit anderen verwaisten Eltern im Gespräch zu sein. Denn nur untereinander gibt es dieses tiefe Verstehen, was es bedeutet, ein Kind verloren zu haben.

Zu uns können alle kommen, die durch Früh- oder Totgeburt, plötzlichen Kindstod, Unfall, Selbsttötung, Krankheit, Gewaltverbrechen o.ä. ihr Kind verloren haben.

Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Verlust zurückliegt oder ob man einer Konfession angehört. Auch diejenigen, die unsicher sind, wie man verwaisten Eltern begegnet, können sich an uns wenden.

Gesprächskreis für Trauernde

Jeder von uns wird auf seinem Lebensweg vor viele Aufgaben gestellt, die es zu lösen gilt. Eine der schwierigsten Herausforderungen ist für viele Menschen sicherlich, einen Weg alleine weitergehen zu müssen, der gemeinsam begonnen wurde.

Wir – Gertrud Stab und Sigrid Kleinemeier – laden alle Trauernden ein zu einem Gesprächskreis, der sich etwa alle vier Wochen trifft. In diesem geschützten Rahmen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen. Unserer Erfahrung nach tut es Trauernden gut, Menschen zu treffen, die Trauer aus eigener Erfahrung kennen. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

Für die Teilnahme ist es unerheblich, wie lange der Verlust zurückliegt. Wir wenden uns an alle Trauernden, ob sie einer kirchlichen Gemeinschaft angehören oder nicht. In der Gruppe sollen die Teilnehmenden voneinander Verständnis, Hilfe, Mitgefühl und Perspektiven für ein Weiterleben bekommen.

Durch Impulse versuchen wir, Anregungen zu geben für die nächsten Schritte auf dem eigenen Weg.

Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren:

 

Gertrud Stab

Telefon: 05481/81292

Email: Gertrud.Stab@osnanet.de

 

Sigrid Kleinemeier

Telefon: 05481/81116

Email: semkl@gmx.net

Was helfen kann mit der Trauer zu leben:

  • Akzeptieren Sie die Trauer. Lassen Sie sich von ihren Wellen tragen. Warum sollten Sie nicht weinen dürfen, wenn Ihnen danach zumute ist?
  • Reden Sie viel über Ihren Verlust, möglichst mit jemandem, der Ähnliches erlebt hat. Sagt jemand „Reiß dich zusammen“, suchen Sie sich jemand anderen.
  • Wenn möglich, beschäftigen Sie sich. Erledigen Sie eine sinnvolle Arbeit, die Ihre Gedanken in Anspruch nimmt. Vermeiden Sie jedoch hektische Aktivitäten.
  • Seien Sie gut zu sich selbst. Achten Sie auf Ihre Gesundheit, auch wenn Ihnen das momentan vielleicht nicht so wichtig erscheint. Dazu gehört zum Beispiel eine ausreichende und ausgewogene Ernährung.
  • Versuchen Sie, angemessen mit eventuell auftretenden Schuldgefühlen umzugehen. Vieles, was sich Ihnen jetzt als falsch darstellt, war es nicht! Vergeben Sie sich selbst oder lassen Sie sich Vergebung (von einem Seelsorger) zusprechen.
  • Akzeptieren Sie die sogenannten „W-Fragen“, die mit „Wieso“, Weshalb“, „Warum“ usw. beginnen. Seien Sie sich aber im Klaren darüber, dass es auf solche Fragen zunächst oft keine Antworten gibt und möglicherweise auch später nicht geben wird.
  • Behalten Sie Kontakt zu Freunden.
  • Verschieben Sie wichtige Entscheidungen. Warten Sie, bevor Sie sich z. B. entschließen, Ihre Arbeitsstelle aufzugeben oder umzuziehen.
  • Trauersymptome können durch körperliche Aktivität gemildert werden. Z. B. tägliches Spazierengehen kann guttun und Sie besser schlafen lassen.
  • Führen Sie ein Tagebuch, wenn Sie gerne schreiben. Sie lernen, Ihre Emotionen auszudrücken und können Veränderungen und den eigenen Fortschritt beobachten.
  • Verwandeln Sie Trauer in kreative Energie. Wenn Sie anderen helfen, ihre Last zu tragen, kann Ihre eigene Last leichter werden.
  • Nutzen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit. Wenn Sie bisher inaktiv waren, könnte jetzt die Zeit da sein, einen neuen Kontakt zu knüpfen.
  • Suchen Sie gegebenenfalls fachlichen Beistand. Ein Seelsorger, Trauerbegleiter, Psychologe oder Therapeut kann oft weiterhelfen.
  • Viele Menschen haben es erfahren: „So tief meine Trauer auch war – ich konnte und kann mit ihr leben!“