Pizza bis zur Verstopfung – ein Reisebericht der Romfahrt

Entgegen aller Empfehlungen aus Reiseführern, traute sich doch eine Gruppe Jugendlicher die Reise nach Rom im August auf sich zu nehmen. Gelockt von der tausendjährigen Geschichte der Stadt, hielten die neunzehn jungen Ehrenamtlichen aus allen Gemeindeteilen mit Pfarrer Peter Kossen der Hitze stand und erweiterten ihren Horizont.

 

Frühmorgens machte sich die Gruppe nach einem kleinen Reisesegen auf den Weg mit dem Zug und dem Flugzeug. Endlich in der ewigen Stadt angekommen, wurden zielsicher die größten Touristenattraktionen angesteuert. Vom Petersplatz und –dom, zu der Engelsburg und von da aus über den Giacolo-Hügel. Von dort aus konnte der schönste Blick auf Rom genossen werden.

 

 Aus der Entfernung hielten die Jugendlichen eine Minute inne, blickten auf die Sehenswürdigkeiten hinunter, die sie schon von Nahen gesehen haben oder noch sehen werden. Der steile Aufstieg hatte sich gelohnt. In der Ruhe, abseits der anderen Touristen, lockte die Stadt umso mehr mit ihren kleinen Gassen und den hohen Gebäuden, die über ihre Umgebung ragten.

 

Passend zu dem römischen Lebensgefühl wurde der erste gemeinsame Abend mit einem Essen in einer echten römischen Trattoria eingeläutet. In dem kleinen Restaurant, gab es die heißersehnte italienische Spezialität: Pizza. Mit Käse, ohne Käse, mit Gemüse, ohne Gemüse, mit Fleisch, ohne Fleisch. Ein Gericht für jeden Geschmack. Satt und überwältigt von den ersten Eindrücken ging es zurück in das Hotel, wo der Schlaf nicht mehr lang auf sich warten ließ.

 

Allmählich sollte sich der Tagesablauf einspielen. Nach dem Morgengebet in der Hauskappelle, das gemeinsame Frühstück und danach auf in die Stadt. Gegen Mittag eine Pizza Rustica – eine Pizza auf die Hand -, Mittagspause, die vor allem den Mittagsschlaf oder eine kurze Dusche ankündigte, und wieder in die Stadt. Danach Stärkung bei einem zumeist gemeinsamen Abendessen und Rom bei Nacht.

In dem Rhythmus wurde keine Touristenattraktion ausgelassen. Ob das antike Rom mit dem Forum Romanum, Kolosseum, und dem Circus Maximus, oder das antike christliche Rom samt dem Petersplatz, dem Petersdom, und weiteren fünf der sieben Hauptkirchen.

 

Selbst der Papst konnte gesehen werden. Zwar nicht bei einer Audienz, dennoch ließ sich die Gruppe das Angelus Gebet nicht entgehen. Von weiten stand eine weißgekleidete Person, die natürlich nur der Papst sein konnte, im Fenster und sprach die typischen Worte.

 

Abkühlung von den ständigen 33 Grad versprach das Mittelmeer. Nach einem Besuch der alten römischen Hafenstadt Ostia Antica, zeigten sich nach drei Stationen mit der Straßenbahn die Weiten des Meeres. Über den schwarzen Sandstrand hinweg, bahnte sich die Gruppe den Weg zum kühlen Wasser. Die kleine Auszeit von dem sonst so durch strukturierten Alltag wurde vor allem zur Entspannung genutzt. Bücher wurden gelesen, Spiele gespielt und im Meer geschwommen, bis es ein wenig brauner, oder auch ein wenig roter zurück nach Rom ging.

 

Nach zig Waffeln Eis, tellerweise Pasta, und vor allem ganz viel Pizza, hieß es für die Gruppe Ciao sagen. Mit dem Koffer voller Erinnerungen ging es zurück in die Heimat, die sich vom Flugzeug aus schon mit den Alpen ankündigte.

 

Ein großer Dank geht an die Organisatoren Peter Kossen und Carolin Wessels, sowie an viele Gemeindemitglieder, die durch ihre Unterstützung eine so tolle Fahrt ermöglicht haben!

 

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