Ostern in Taizé

In Baracken mit Hochbetten schlafen - die teilweise wackeln und nachts quietschen, wenn sich jemand umdreht - , eine Woche lang auf guten Handyempfang verzichten, meistens bei Wind und Wetter unter freiem Himmel auf dem Boden sitzen und essen, keine Lehnen an Bänken oder Stühlen, dreimal täglich den Gottesdienst besuchen, keine Garantie auf warmes Wasser in den Duschen und dann noch gute Laune behalten? Das geht!

Zu siebt aus unserer Pfarrei haben wir uns in der Osterwoche auf den Weg nach Taizé gemacht und dort unter einfachsten Umständen gelebt. Nach Verzicht fühlte es sich aber keinesfalls an. Wir haben die Woche sehr genossen. Zusammen mit ca. 2800 anderen Jugendlichen, die vor allem aus Deutschland, aber auch einigen anderen Ländern kamen, haben wir eine Woche lang über Bibelstellen oder Gott und die Welt gesprochen, gespielt, gealbert, gesungen und gebetet.

Nach dem Morgengebet, gab es Frühstück, das an einigen Tagen von uns selber an die vielen Jugendlichen ausgegeben wurde. Es gab Brötchen, in das man Butter und/oder ein Schokostück stecken konnte. Dazu hatte man die Wahl zwischen warmem Kakao oder Tee. Anschließend haben wir uns mit einem der Brüder getroffen, die uns eine Einführung in einen ausgewählten Bibeltext gegeben haben. Mit diesem Text und einigen Impulsen ging es in die Kleingruppen, in denen wir uns bis zum Mittagessen mit dem Text auf unterschiedlichste Weise beschäftigt haben. Besonders interessant war die kreative Umsetzung in kleine Theaterstücke, die am nächsten Tag präsentiert wurden.

Die Nachmittage waren mit der Möglichkeit Gesänge einzuüben, weiteren Treffen in den Bibelgruppen oder Arbeiten gefüllt. So hatten einige aus unserer Gruppe die Aufgabe, die sanitären Anlagen zu reinigen, zu fegen, …

Die Tage endeten nach dem Abendessen mit dem Gebet in der Kirche. Besonders beeindruckend waren der Freitag, an dem das Kreuz nach dem Gottesdienst in die Mitte gelegt wurde und angebetet werden konnte, und der Samstag, an dem wir die Auferstehung mit vielen Kerzen gefeiert haben.

Am nächsten Morgen haben wir den Rückweg angetreten. Doch die Ohrwürmer werden uns wohl noch eine Weile begleiten und an die Ostertage in Taizé erinnern.

„oooooh, Christus resurrexit, Christus resurrexit! Ooooh, alleluia, alleluia!“ (Christus ist auferstanden! Halleluja!)

 

 

Auch im nächsten Jahr wollen wir wieder in der Osterwoche nach Taizé fahren. Infos dazu wird es Anfang nächsten Jahres geben.