Masken für Brasilien und Malawi

Kreativ und geschickt sind die "Mäusedamen", eine Bastelgruppe, die im Gruppenraum der katholischen Kirche St. Hedwig ihre Heimat hat. Die Corona-Situation hat die fleißigen Frauen dazu veranlasst, Mund-Nase-Masken zu nähen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. "Seit Anfang April fertigen wir die Mund-Nase-Masken an", so Hiltrud Langkamp als Sprecherin der "Mäusedamen". Auch weiterhin werden diese farbenfrohen Schutzmasken im Dorfladen „Lebensmittelpunkt“, im Blumenhaus Schöfer sowie im BSV Fitnesscenter zum Verkauf angeboten werden.

 

Ein ganz besonderer Dank gelte Maria Beumer, "die unermüdlich immer neue Masken in ansprechenden Farben, verschiedenen Größen und Modellen fertigt". Bisher waren es 750 Stück, berichtet Hiltrud Langkamp.Die Leiterin der Bastelgruppe konnte bereits 1700 Euro für Hilfsprojekte in Brasilien und Afrika überweisen. "Angesichts der extrem schwierigen Lage aufgrund der Pandemie benötigen die Projekte dringend Unterstützung", erklärt sie.In Südamerika unterstütze die Frauenrunde aus dem Stiftsdort das Straßenkinderprojekt in Arraial d'Ajuda „Himmelskinder“ und Drogenrehabilitationszentrum „Casa Dia“. Die Projektbetreuerin Stefanie Langkamp sei ehemalige Leedenerin. Hiltrud Langkamp berichtet: "Arraial d'Ajuda ist als Tourismusort stark von der Coronakrise betroffen, viele Menschen sind dadurch in ihrer beruflichen Existenz bedroht." Dies treffe gerade die sozialen Projekte, weil lokale Spenden wegbrechen. Sie ergänzt: "Auch hier mussten Schulen und Geschäfte schließen. Anders als in Deutschland wächst in Brasilien die Zahl der Erkrankten durch das Coronavirus aber weiter an. Die Not durch den Shutdown ist gerade bei den Ärmsten groß, die Himmelskinder verteilen zur Zeit Essenspakete, um Familien vor Hunger zu bewahren."

 

In Afrika unterstützen die Mäusedamen den Verein "Magi" der Tecklenburgerin Anja Hirschmann. Dieser setzte sich für Mädchen und Frauen in Malawi ein und werde von der Bastelgruppe schon seit Dezember 2019 unterstützt. Auch Malawi sei massiv von der Coronapandemie betroffen. "Schulen und Kindergärten sind seit Anfang April geschlossen", weiß Hiltrud Langkamp, die hinzufügt: "Das gesellschaftliche Leben ist lahmgelegt, nur gibt es dort keine Exitstrategie. Die Kinder werden einfach komplett vergessen. Die Projektbetreuer versuchen den Kindern mit dem „Homeschooling-Konzept“ etwas Bildung zu vermitteln. Besonders zu schaffen macht ihnen das Wegbrechen der Spenden."Als Leiterin der Bastelgruppe freut sich Hiltrud Langkamp darauf, hoffentlich bald wieder die gesamte 16-köpfige Frauengruppe zu weiteren Bastelaktionen zu Hause oder im Gruppenraum von St. Hedwig begrüßen zu dürfen.