Informations- und Austauschtreffen:"Schattenseiten der Arbeitsmigration"

Zu einem offenen Informations- und Austauschtreffen: "Schattenseiten der Arbeitsmigration" lädt Pfarrer Peter Kossen am 8. Januar um 16.30 Uhr Interessierte und Betroffene in das Gemeindehaus St. Margareta in Lengerich ein. Bereits im September 2018 gab es eine solche offene Veranstaltung, die große Resonanz hatte. Es ging um Migration aus verschiedenen Motiven, die gegenwärtig und wohl auch in Zukunft das große Thema unserer Gesellschaft ist. Die Kirchen, so Pfr. Kossen, wissen sich, gemeinsam mit vielen anderen Akteurinnen, verantwortlich, einen Beitrag zu leisten, dass Migration in menschenwürdigem Rahmen verläuft und Integration gelingen kann. Menschenunwürdige Unterbringung, Mietwucher, prekäre Beschäftigung/Arbeitsausbeutung durch Subunternehmer in der Fleischindustrie und anderen Branchen, Umgehung des Mindestlohns, (Zwangs-)Prostitution, dubiose Abhängigkeitsverhältnisse von Arbeit-/Wohnungsgebern, Abschöpfung von Kindergeld durch Dritte: Solche Beobachtungen und Erfahrungen in der Region wurden im September von verschiedenen Teilnehmerinnen der Veranstaltung bestätigt. Neben den Überlegungen, was vor Ort getan werden kann, damit Arbeitsmigration und Integration menschenwürdig gestaltet wird, wurde der Wunsch geäußert, in Kontakt zu bleiben.

In der Veranstaltung am 8. Januar wird es um Lösungsansätze gehen, zum Beispiel um die Frage, wie durch eine kostenlose, ortsnahe und muttersprachliche (Rechts-)Beratung Migrant*innen gestärkt werden, ihre Rechte zu kennen und ggfs. einzuklagen.

Pfr. Kossen wird gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Dr. Gisbert Stalfort den von ihnen neu gegründeten gemeinnützigen Verein "Aktion Würde und Gerechtigkeit" vorstellen, der u. a. dieses Ziel verfolgt.