Die Gruppe "Verwaiste Eltern Lengerich" zeigt Trauertatto-Ausstellung

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In der Zeit vom 11. Bis zum 23. März zeigen die Verwaisten Eltern Lengerich im Gemeindehaus St. Margareta an der Bahnhofstraße die Ausstellung „Trauertattoo – Unsere Haus als Gefühlslandschaft“.

„Ich wollte etwas, was ich immer bei mir trage“, so begründet Gela ihre Entscheidung für ein Tattoo nach dem plötzlichen Tod ihres Sohnes. „Es ist die optische, nach außen getragene Verbindung zu meiner Mama“, ergänzt die 23jährige Jennifer. Ein Name, den man nie vergessen will! Ein Datum, das immer bleibt! Weil sie sich für immer an einen geliebten, verstorbenen Menschen erinnern wollen, lassen sich viele Menschen in ihrer Trauer ein Tattoo stechen. Über 100 Menschen folgten dem Aufruf der Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth und der Trauerbegleiterin Katrin Hartig. Sie interviewten und fotografierten diese Trauernden. Die Geschichte ihrer Tattoos und ihrer Trauer erzählt die Fotoausstellung „Unter die Haut“. Erstmalig wird dieses Thema in einer aktuellen Wanderausstellung aufbereitet und an vielen Orten in Deutschland gezeigt.

 

Das Tattoo kann Liebeserklärung und Brücke zum Verstorbenen sein, wie für den 51jährigen Jürgen: „Unsere Trauer hat uns ja auch dahin geführt, dass sich unsere Meinung über Tattoos komplett geändert hat“, sagt der um seine Tochter trauernde Vater. Er war einer der Teilnehmer an den Foto-Shootings, die die Initiatorinnen quer durch Deutschland führten zwischen Magdeburg und Bremen, zwischen Leipzig und Münster.

 

Ein Handabdruck, die letzten Worte aus dem Abschiedsbrief, eine Kinderzeichnung. Ob Mann oder Frau. Jung oder Alt. Das Tattoo ist ein Statement für immer, denn Trauer geht nicht vorbei. Sie verändert sich und sucht nach Ausdruck. Sie will gesehen werden. Diesem Anliegen will das Projekt gerecht werden.

Am Samstag dieser Woche, 10. März, um 18.30 Uhr wird die Ausstellung eröffnet. Der Vorabendgottesdienst, der um 17.30 Uhr in der Kirche St. Margareta beginnt, wird bereits thematisch dazu gestaltet sein. Im Rahmen der in der österlichen Bußzeit in der Gemeinde Seliger Niels Stensen gehalten Fastenpredigten wird Pastoralreferent Norbert Brockmann zum Thema „Trauer ist fortgesetzte Liebe!“ predigen.

 

Die weiteren Öffnungszeiten sind dann jeweils dienstags, donnerstags, samstags und sonntags zwischen 16 und 18 Uhr. Angemeldete Gruppen sind gerne auch zu anderen Zeiten willkommen.

Ansprechpartner: Pastoralreferent Norbert Brockmann

Kontakt unter Tel. 05483/74 97 41 oder E-Mail: n.brockmann@osnanet.de

 

 

Aussagen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Mein Tattoo ist…

 

„das ist wie Berührung“

 

„ein Mal der Erinnerung“

 

„eine Kommunikationsfläche“

 

„Teil meiner Identität“

 

„Ausdruck meines Schmerzes“

 

„ein Liebesbekenntnis“

 

„Statement für immer“

 

„Verbindung zu meinem Kind“

 

„mein Tattoo erzählt eine Geschichte“

 

„eine Art bleibende Narbe“

 

„etwas, woran man sich festhalten kann“