Sakramente

THEOLOGEN SAGEN, JESUS CHRISTUS SEI IN SEINEM WORT, SEINEN HANDLUNGEN UND SEINER PERSON DAS UR-SAKRAMENT DER MENSCHENLIEBE GOTTES. MEHR

Firmung

Firmvorbereitung 2019

 Receive the Power!“ (Apg 1,8)

 

Firmung – worum geht’s eigentlich?

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Sie ist eng mit der Taufe verbunden. In der Taufe werden wir in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. In der Firmung bekennen wir unseren Glauben an Christus und bestärken, dass wir IHM nachfolgen wollen. Der Begriff „Firmung“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Stärkung“ oder „Bestätigung“.

 In der Firmung bekräftigt aber nicht nur der Firmling seine Bereitschaft als Christ zu leben. Im Sakrament bekommt auch er oder sie die Stärke und den Zuspruch Gottes durch den Heiligen Geist geschenkt.

 

Firmvorbereitung – was soll das? 

Früher entschieden sich die Erwachsenen eigenständig dazu getauft zu werden und wurden vorher intensiv darauf vorbereitet. Anschließend wurden sie gefirmt. Heute werden die meisten von uns schon als Säuglinge getauft. Die Eltern entscheiden also. Deshalb haben die Firmbewerber*Innen jetzt die Möglichkeit selbst zu entscheiden. Aber wofür oder wogegen wird sich entschieden?

 In der Firmvorbereitung gibt es die Möglichkeit, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, was Christen glauben und was jeder persönlich glaubt. Was heißt es überhaupt, an Gott zu glauben? Was hat ER mit unserem Leben zu tun? Die Firmvorbereitung ist eine Einladung, zu fragen und zu hinterfragen.

 Sich zur Firmvorbereitung anzumelden, heißt nicht, dass die Firmlinge sich firmen lassen müssen. Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung. Firmung: ja oder nein?

 

 

Firmvorbereitung in Seliger Niels Stensen – wie geht das? 

 

Unsere Firmvorbereitung besteht aus 3 Bausteinen:

1.      den Glauben ins Wort bringen

2.      den Glauben erfahren

3.      den Glauben feiern

 

Der erste Baustein besteht aus Treffen mit allen, die sich auf das Sakrament vorbereiten wollen. Hier geht es um „theoretische“ Inhalte, die unseren Glauben betreffen. Wir wollen über die Lehrmeinung der Kirche und unseren eigenen Glauben ins Gespräch kommen, damit die Firmbewerber*Innen am Ende wissen, wozu sie sich in der Firmung entscheiden und bekennen. 

Der zweite Baustein kann für jede*n anders aussehen. Es gibt verschiedene Projekte, in denen der Glaube ganz unterschiedlich erfahrbar sein soll. Aus unterschiedlichen Angeboten nimmt jede*r an einem Projekt teil. 

In diesem Jahr sind unsere Projekte: 

-         Klettern im Hochseilgarten/Kletterwald 

-         ein Glaubens-Dinner 

-         ein Filmprojekt 

-         der Besuch unterschiedlicher Lebensstationen (Kreißsaal, Standesamt, JVA, Bestattungsinstitut)

-         ein konsumkritischer Stadtrundgang 

-         der Besuch im Priesterseminar Borromaeum in Münster

 

Als dritter Baustein stehen unterschiedliche liturgische Angebote. Wir wollen nicht nur theoretisch über unseren Glauben sprechen oder Gemeinschaftserfahrungen machen, sondern mit Gott in Kontakt treten und unseren Glauben gemeinsam feiern. Aus den liturgischen Angeboten wird ebenfalls mindestens eins ausgewählt.

 

In der Firmvorbereitung geht es darum, dem eigenen Glauben auf den Grund zu gehen und Gott zu suchen. Die Projekte sollen unterschiedliche Wege bieten, Erfahrungen in einer Kleingruppe und einer Gemeinschaft zu machen. Sie bieten nicht nur unterschiedliche Zugangswege zu den Glaubenserfahrungen, sondern variieren auch im zeitlichen Umfang. So ist hoffentlich für jede*n etwas dabei. Die Firmvorbereitung soll Spaß machen und die Lust an Glaube, Kirche und der christlichen Gemeinschaft wecken.

 

Alle weiteren wichtigen Informationen gibt es im Heft, das beim Info-Abend verteilt wurde oder hier heruntergeladen werden kann.

Firmvorbereitung 2018 - Gesamtpfarrei

„Receive the Power“ – „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 1,8)

 

Seit Mitte Februar dieses Jahres haben sich 32 Jugendliche aus Ladbergen, Ledde, Leeden, Lengerich, Lienen und Tecklenburg auf das Sakrament der Firmung vorbereitet. Die Vorbereitung fand in unterschiedlichen Projekten statt, die von acht ehren- und hauptamtlichen Katecheten vorbereitet und durchgeführt wurden.

 

So konnten die Jugendlichen nach ihren Interessen wählen, auf welche Weise sie sich mit der Frage nach Gott Vater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist auseinandersetzen wollten. Anschließend konnten sie entscheiden, ob sie das Sakrament der Firmung empfangen wollen oder nicht.

 

So standen am Samstag alle 32 Jugendlichen vor Weihbischof Dr. Hegge, der zu diesem Anlass in die Kirche St. Margareta nach Lengerich gekommen war. Sie bezeugten ihren Glauben und empfingen anschließend die Firmung in einem feierlichen Gottesdienst. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Gruppen „Lichtblick“ und „ConTakt“ aus Lengerich und Leeden sowie dem Gesang einer Katechetin aus Lienen, die sich extra für die Firmung zusammengeschlossen hatten.

 

Wir wünschen allen Firmlingen Gottes Segen auf Ihrem weiteren Weg und ein Gespür für das Wehen des Heiligen Geistes!

 

So begann die diesjährige Firmvorbereitung ...

 

Der Bericht zur Domführung in Münster ...

Firmvorbereitung 2017 - Lengerich/ Leeden

Am Sonntag, dem 3. September 2017 spendete Weihbischof Dr. Christoph Hegge in St. Margareta 43 Jugendlichen aus Lengerich und Leeden das Firmsakramet.

 

„Durch die Firmung werdet ihr sozusagen mit Gott online geschaltet“, wandte sich Weihbischof Dr. Christof Hegge an die Jugendlichen.  „Junge Menschen wollen hier als lebendige Bausteine der Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes die Welt und die Kirche mitgestalten“, weiß Pfarrer Peter Kossen, dass viele Firmlinge jetzt schon in der Gemeinde aktiv mitarbeiten.

 

Fotoalbum Firmfeier Lengerich

 

Bericht der Westfälischen Nachrichten vom 6.9.2017

Firmvorbereitung 2017 - Lienen/ Kattenvenne

Am vergangenen Wochenende (8. Oktober) empfingen 12 Mädchen und Jungen aus Lienen und Kattenvenne in der katholischen Kirche Maria Frieden das Firmsakrament.

 

Nicht nur für die Firmlinge war es ein besonderes Ereignis, sondern auch für die gesamte Gemeinde, denn die letzte Firmung in Maria Frieden lag bereits 10 Jahre zurück. Damals spendete Tebartz-van Elst, zu seiner Zeit als Weihbischof in Münster, den Jugendlichen das Firmsakrament. In den Folgejahren wurden die Firmfeiern aus Kapazitätsgründen in St. Margareta Lengerich ausgetragen. Seit dem Jahr 2010 ist Dr. Christoph Hegge Weihbischof für die Bistumsregion Borken/ Steinfurt. Auch für ihn war diese Firmfeier im eher kleinen Rahmen eine Besonderheit, so feierte er seinen ersten Gottesdienst in Lienen. Vor einigen Jahren hatte er die Gemeinde lediglich zur Visite besucht.

 

Im Rahmen der Firmvorbereitung gab es im September bereits ein Kennenlernen zwischen den Firmlingen und Weihbischof Hegge, der ihnen bei einer Führung den Dom in Münster zeigte. Seit dem Frühjahr hatte Pastoralreferent Norbert Brockmann zusammen mit den Katecheten Lea und Martin Licher die 12 jungen Menschen auf das Sakrament vorbereitet. Neben abendlichen Treffen standen zudem die Wallfahrt nach Telgte, eine Fahrt zur Jugendkirche effata [!] nach Münster und die Gestaltung eines Jugendgottesdienstes in Lienen auf dem Programm.

 

In einem feierlichen Gottesdienst war nun am Sonntag der Höhepunkt mit der Firmfeier erreicht. In seiner Predigt nutze der Weihbischof mit Bezug auf die Jugendlichen anschauliche Vergleiche aus dem Zeitalter des Internets. Man müsse „online“ sein für eine Verbindung, auch zu Gott. Mit Blick auf jeden Einzelnen solle sich keiner unter Druck von anderen gesetzt fühlen und „Sklave vom Internet“ werden. Gott schaue nicht, „wie du im Internet ankommst oder ob du ein Sixpack hast“.

Wunderbar sei vielmehr, dass es einen jeden überhaupt gibt.

 

Durch die sich der Predigt anschließende Spendung des Firmsakraments sollen die Jugendlichen als nun „vollwertige“ Christen Verantwortung in der Welt übernehmen. Denn wenn so gehandelt werde, wie Jesus es getan hat, dann strahle etwas aus Lienen aus, was bis nach Kattenvenne reiche, so Hegge.

Beeindruckt von dem Talent des Jugendchors, der den Gottesdienst musikalisch begleitet hat, komme Christoph Hegge gerne einmal wieder nach Lienen.

 

 

Im Anschluss an den Gottesdienst folgte Hegge der Einladung der Messdienergemeinschaft zu einem Empfang im Pfarrheim. Als Dank schenkte die Messdienergemeinschaft Lienen dem Weihbischof eine einzigartige kleine Torte mit Motiv er Lienener Kirche. Alle Interessierten waren herzlich zum Bratwurst- und Salatessen eingeladen.

 

Fotoalbum zur Firmfeier in Maria Frieden Lienen 

 

Bericht der Westfälischen Nachrichten vom 14.10.2017

Firmvorbereitung 2016 - Ladbergen/ Tecklenburg

In 2016 fand die Firmung mit Bischof Dr. Felix Genn am Samstag, 3. September 2016, 17.30 Uhr,  in St. Margareta, Lengerich, statt. Gefirmt wurden Jugendliche aus Ladbergen und Tecklenburg.

In 2017 sind schwerpunktmäßig Jugendliche aus Lengerich und Lienen zur Firmvorbereitung eingeladen. Die infrage kommenden Jahrgänge werden rechtzeitig angeschrieben. Im Jahr 2018 sind wieder die Jugendlichen aus Ladbergen und Tecklenburg angesprochen. 

Firmung

Die Firmspendung will die Taufe vollenden und besiegeln, sie gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Einführungssakramenten (Initiation). Das Zweite Vatikanische Konzil sagt: "Durch das Sakrament der Firmung (lat.: = confirmatio; griech.: = myron) werden die Getauften vollkommener (als durch die Taufe) mit der Kirche verbunden; sie werden reich ausgestattet durch eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, und sie werden strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen."

Die Spendung der Firmung geschieht, wie das Neue Testament berichtet, durch Handauflegung, wobei der Bischof spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Aus dem Osten kam der Gebrauch des Öles hinzu, die Salbung mit dem Chrisam.

Spender der Firmung ist der Bischof, der auch einen Priester beauftragen kann.

Der Firmling wird durch einen Paten vorgestellt, der selbst gefirmt sein muss. Eltern können aber auch selber ihre Kinder zur Firmung führen.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird heute viel diskutiert. Im 13. Jahrhundert wurde die Firmung, die bis dahin gleich nach der Taufe gespendet wurde, auf das siebte Lebensjahr verschoben.

Die Praxis in Deutschland zielt heute auf einen Zeitpunkt gegen Ende des Pflichtschulbesuches als Entlassung ins tätige Leben. Seelsorger beklagen, dass die Firmung immer mehr zu einem Anlass wird, bei dem Jugendliche die Kirche zum letzten Mal von innen sehen, ähnlich der Konfirmation im evangelischen Bereich.

 

Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts,Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996.