„Bille“ betet mit
Kirchenmäuse laden zum Gottesdienst für Kleinkinder ein.

 

„Bille“ hat sich wehgetan. Ein dickes, buntes Pflaster klebt quer über der grauen Nase der Kuschel-Kirchenmaus. Das Stofftier ist das Maskottchen der Gruppe, die sich an jedem zweiten Sonntag im Monat zu einem kurzen Gottesdienst für Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren trifft.

„Heute geht es darum, dass Gott immer für uns da ist, auch wenn es uns schlecht geht“, berichtet Antonia Lammert den kleinen Besuchern und ihren Eltern. Das hat Bille schnell verstanden und dann tut der Ratscher auf der Nase auch schon nicht mehr so weh. Jedes der Kinder darf ein buntes Kinderpflaster als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Anschaulich und nah an der Gefühlswelt kleiner Kinder gestalten sechs Mütter aus Lengerich und Leeden abwechselnd die kurzen Gottesdienste, die im Gemeindehaus St. Margareta in Lengerich ab 11:00 Uhr stattfinden. Zu Beginn wird ein Bewegungslied gesungen, das Gebet „Vater Unser“ ist ein festes Element. Die Themen sind unterschiedlich, mal passend zur Jahreszeit, aber meistens am Evangelium, also dem Bibeltext vom jeweiligen Sonntag, orientiert.
Anschließend geht es mit den Kindern zum Schlusssegen in die „große“ Kirche. Die Erwachsenen freuen sich immer schon auf das Lied der „Kirchenäuse“.
Die Erwachsenen können dann die Kommunion empfangen.

Eltern, die mit vorbereiten möchten, sind immer gerne gesehen, es gibt genügend Textvorlagen und eine Liedermappe, sowie Unterstützung erfahrener „Kirchenmäuse-Muttis“.

Ein gemütliches Sommergrillen mit der Kolping-Familie steht einmal im Jahr auf dem Programm, ebenso ein Ausflug zu einem Gottesdienst in die Kirche St. Hedwig, Leeden.

Für Linus war der Kirchenmäuse-Gottesdienst übrigens nochmal Thema beim Abendbrot:

Linus: „Toll, was die Kirchenmäuse-Frauen erzählt haben“
Mama: „Was denn?“
Linus: „Dass Gott immer da ist.“‘
Mama: „Ja, auch wenn wir ihn nicht sehen.“
Linus: „Dann seid ihr ja da!“