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Filialkirche St. Hedwig, Leeden

 

Die heilige Hedwig

Die Patronin Schlesiens wird 1174 als Tochter des Grafen Berthold von Andechs (Oberbayern) geboren. Vom 6. Lebensjahr an, verbringt sie ihre Kindheit in Kitzingen bei den Zisterzienserinnen, die sie standesgemäß erziehen. Im Alter von 12 Jahren wird sie dem Prinzen Heinrich von Schlesien vermählt. Diese Verbindung soll die Beziehungen beider Fürstenhäuser festigen.
Hedwig folgt ihren Gatten aus der klösterlichen Geborgenheit in ein Land, dass ihr völlig fremd ist.
An der Seite ihres verständnisvollen Gatten begnügt sich Hedwig nicht mit der repräsentativen Rolle der Lebensgefährtin. Sie widmet sich tatkräftig zwei Lebensaufgaben, der Christianisierung Schlesiens und dem Apostolat der Nächstenliebe.
Mit missionarischem Weitblick und Durchsetzungsvermögen betreibt sie mit viel Eifer den Bau von Kirchen und Klöstern. Für ihre Lieblingsstiftung, dem Kloster Trebnitz bei Breslau, opfert sie ihre gesamten Ersparnisse.
Hedwig ruft eine Reihe von karitativen Einrichtungen ins Leben. Hedwig setzt sich für Leibeigene, Gefangene, Verurteilte, Aussätzige und Waisenkinder ein. Sie tritt dabei nicht als feudale Fürstin auf, sondern sie versteht sich als Mutter aller Menschen in Schlesien. Sie selber führt ein strenges asketisches Leben.
Hedwig muss viel Leid über sich ergehen lassen. Sieben Kinder sterben vor ihr, eine Schwester wird ermordet. Ihr Gemahl gerät in den Kirchenbann und stirbt 1238 fern von ihr.
Nach dem Tod ihres Mannes zieht sich Hedwig in das Kloster Trebnitz zurück und stirbt dort, fast siebzigjährig, am 15. Oktober 1243. Sie wird in der Klosterkirche beigesetzt.
Die rasch einsetzende Verehrung und zahlreiche wunderbare Begebenheiten an ihrem Grab führen dazu, dass sie bereits 1267 heilig gesprochen wird.
Ähnlich wie ihre Nichte Elisabeth von Thüringen wird sie als Vorbild christlicher
Nächstenliebe verehrt. Sie gilt auch als Patronin der Brautleute.
Ihr Fest wird am 16. Oktober gefeiert.

Zur Geschichte

Vor 1946 wurde in Leeden keine hl. Messe gefeiert. Es gab auch kaum katholische Einwohner dort.
Die wenigen Katholiken gehörten zur Pfarrei Tecklenburg – Lengerich mit Sitz in Lengerich.
Unter Rektor Leutermann wurde am 15. September 1946 erstmals nach der Reformation in Leeden in der alten Looser Schule eine  hl. Messe gefeiert.
Am 16. August 1953 wurde die Looser Schule geschlossen und abgebrochen.
Der damalige Bürgermeister Peters sorgte dafür, dass die kleine Gemeinde im Feuerwehrhaus in der Stiftsschule einen Raum bekam, in dem sie die Messe feiern konnte. Am 23. 08. 1953 war es erstmals soweit.
Schon Anfang der 50er Jahre kam bei den Leedener Katholiken der Wunsch nach einer eigenen Kirche auf.
Unter Pfarrer Albert Banniza kam ein Gespräch wegen eines geeigneten Grundstückes mit dem Fürsten Salm-Horstmar zustande.
Obwohl dieses Grundstück erworben wurde, bedurfte es vieler Bittbriefe und Beschwerden, bis am 29. März 1961 die Genehmigung vom Bischöflichen Generalvikariat kam, eine Kirche bauen zu dürfen. Es sollte eine Übergangskirche mit Nebenraum gebaut werden. 
Die Anträge und Eingaben nach Münster waren vor allem einer Gruppe von Gemeindemitgliedern zu verdanken, die sich sehr für den Kirchbau einsetzten. Es waren  Herr Johannes Finke, Frau Monika Förster, Herr Gerhard Metzner und Frau Elfriede Sunke.
Die Kirche aus Holz, deswegen auch Schwedenkirche genannt, wurde am 26.11.1961 von Weihbischof Heinrich Baaken, Münster, eingesegnet und der hl. Hedwig geweiht. Die hl. Hedwig wurde gewählt, da in Leeden sehr viele Schlesier ihre neue Heimat gefunden hatten.

Bis zur Fusion am 11. Juni 2006 gehörte die Gemeinde um die Filialkirche St. Hedwig zur Pfarrgemeinde St. Margareta. Ab dem Fusionstag zur neuen Gemeinde „Seliger Niels Stensen“.

Gemeindefest

Alle zwei Jahre feiert die Gemeinde St. Hedwig ein Pfarrfest, zu dem sich rund um die Kirche viele Gemeindemitglieder, zahlreiche Gäste aus St. Margareta und in besonders großer Zahl auch die evangelischen Mitchristen beteiligen.
Der Reinerlös wird immer für einen guten Zweck verwandt.
Das erste Gemeindefest fand Ende 1947 in der Gaststätte Antrup statt.

Sternsinger

Seit dem Jahr 1984 sind in Leeden auch die Sternsinger unterwegs. Kamen sie in den ersten Jahren nur auf den Wunsch der Familien, so ist die Aktion im Jahr 1993 als ökumenische Aktion fortgeführt worden. Besucht werden alle Einwohner in ihren Häusern.

Messdiener

Über all die Jahre hinweg hat die Gemeinde immer auf eine aktive Messdienergemeinschaft  bauen können.
Auch heute gibt es sieben Mädchen und Jungen, die den Altardienst versehen,
fünf Lektorinnen und Lektoren und drei Kommunionhelferinnen versehen die liturgischen Dienste


Kfd

Die Leedener Frauen haben sich  der Frauengemeinschaft der Pfarrgemeinde St. Margareta angeschlossen, bewahren sich aber eine gewisse Eigenständigkeit, in dem sie sich vielfach im Jahr zu verschiedensten Themenabenden treffen.

Vorraum der Kirche

Der Vorraum der Kirche ist für die kleine Gemeinde immer wieder ein Treffpunkt. Zahlreiche Veranstaltungen wurden und werden hier durchgeführt.
Eine kleine Küche gehört natürlich zu diesem Raum dazu.

Lage

Die kath. Kirche St. Hedwig liegt an der Elbinger Str. in Leeden.