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Welch großartige Idee- die ökumenische Sternsingeraktion in Lengerich![]() Geschichte: Begeisterte Laien wurden gefunden, die durch Planung und Organisation die Idee in die Tat umsetzten. Schon im Januar 1993 zogen die ersten Sternsinger durch die Straßen unserer Stadt. Das WDR-Fernsehen berichtete in einem kurzen Fenster über diese gelungene Auftaktveranstaltung. Inzwischen fand bereits die 18. Sammlung statt. Nach dieser Aktion beträgt der Gesamtreinerlös: 263.653,62 €. Viel erfreulicher als dieses Ergebnis ist jedoch die Tatsache, dass sich in jedem Jahr bis zu 300 Kinder an dieser Aktion beteiligten. Etwa 50 Erwachsene begleiteten die Gruppen teils zu Fuß, teils mit dem Fahrzeug. Hier liegt der wahre Erfolg dieser Aktion, vereinigt er doch die Menschen unserer Stadt im Zeichen wahrer christlicher Haltung. Angesichts dieser Zahlen wird aber auch deutlich, welch großer Aufwand an Organisation erforderlich ist, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Zu Beginn der Aktion wurde 1992 von den Organisatoren die Stadt in 59 Bezirke eingeteilt. Die unerwartet starke Beteiligung erforderte in den folgenden Jahren eine weitere Teilung. Inzwischen gibt es in der Stadt 94 Bezirke, die sich je nach Beteiligung bis auf 60 reduzieren lassen. Vorbereitung: Alle Aktionen stehen unter dem Motto: Kinder helfen Kindern Träger jeder Aktion sind die beiden Kirchengemeinden unserer Stadt, nämlich die evangelische Kirchengemeinde Lengerich und die kath. Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen, Seelsorgebezirk St. Margareta Lengerich. Die Aufgabe, die beteiligten Seelsorger und Laien einzuladen, hat jeweils die Kirchengemeinde, die bei der bevorstehenden Aktion hauptverantwortlich ist. Diese Verantwortung wechselt jährlich unter den Gemeinden. Die Informationsschreiben an die Lehrer und Schüler der Klassen 3,4,5 und 6 an den Schulen, sind ebenso vorzubereiten, wie der Sternsingerspruch, der später von den Kindern an den Haustüren vorgetragen wird. Im November gehen dann die Pastöre der Stadt in die Schulen und werben für die Aktion. Die Kinder bekommen ein Informationsschreiben an die Hand und werden gebeten, Gruppen von drei oder vier Kindern zu bilden und sich verbindlich anzumelden. Dabei dürfen die Kinder gern ihren Wunschbezirk angeben. Nach dem Rücklauf der Zettel werden den Gruppen die entsprechenden Bezirke zugewiesen. Dabei wird stets so vorgegangen, dass die Wünsche natürlich möglichst berücksichtigt werden. Dann sollen die jüngsten Sternsinger möglichst vor der eigenen Haustür eingesetzt werden. Falls nötig, versucht man, die Gruppen, die schon öfter mitgemacht haben und möglichst auch noch einen Fahrer haben, in den Außenbezirken einzusetzen. Wo kein Fahrer zur Verfügung steht, finden sich oft bereitwillige Damen und Herren als freiwillige Helfer und springen als Fahrer ein. Anfang Dezember werden die Bezirke an drei aufeinander folgenden Tagen in den Gemeindehäusern der beteiligten Kirchengemeinden an die Kinder übergeben. So haben die Kinder – und natürlich auch die Eltern – die Wahl, an welchem Tag sie teilnehmen. Hier wird über den Sammlungszweck ausführlich informiert, es werden wichtige Tip´s für die Sammlung gegeben. Bis zum Aussendegottesdienst gilt es dann, für die Kinder, eine Krone und einen Umhang zu basteln und einen großen Stern zu schaffen. Die Organisatoren packen derweil die Jutetaschen (gesponsert von der Stadtsparkasse und der Volksbank Tecklenburger Land), die den Kindern am Ende des Gottesdienstes übergeben werden. In diesen Taschen liegen jeweils einige Stücke Kreide und die verplombte Sammelbüchse – die eigens für diese Sternsingeraktion angeschafft und vorgehalten wird. Sie ist mit den Siegeln der beteiligten Kirchengemeinden versehen und so gleichzeitig der beste Sammelausweis für die Kinder- Darüber hinaus finden die Kinder in der Tasche Hinweiszettel für die Wohnungen, in denen sie niemand angetroffen haben. Aufkleber mit dem Segensspruch sind ebenfalls enthalten, falls jemand nicht möchte, dass die Kinder ihren Segensspruch an die Haustür schreiben. Ablauf: In den Gemeindehäusern warten Helfer auf die Rückkehr der Gruppen. Dann wird die Sammelbüchse geleert, es wird gezählt und vor allem erzählt; denn die Kinder sind voll von dem Erlebten. Natürlich gibt es auf Wunsch kalte und warme Getränke. ![]() Am letzten Tag der Sammlung ist jeweils um 16:00 Uhr in der Kirche der hauptverantwortlichen Gemeinde der Abschlussgottesdienst und natürlich eine Dankeschön-Fete im jeweiligen Gemeindehaus, wobei ausdrücklich betont werden soll, dass diese Fete nicht vom Sammlungsergebnis bezahlt wird. Dieses Geld wird von den Organisatoren in voller Höhe an die Projekte weitergeleitet, es geht keine Mark verloren. In den letzten Jahren hat man sich darauf verständigt, alle Spenden nur über die großen Hilfswerke, wie „Brot für die Welt“ oder „Misereor“ weiterzureichen. Diese Organisationen tragen das Spendengütesiegel und überwachen die Verwendung der Gelder. Letzte Aktion 2010:14.350,77 € Reinerlös gingen zu je 50 % an:Brot für die Welt für das Projekt „Fußball für das Leben“ in Costa RicaMisereor für das Projekt „ Ich will zur Schule gehen“ in Ghana, Diözese Jasikan |
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| © Katholische Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen 2012 | |||