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Weitere Informationen"Die Schöpfung ist Abbild Gottes. Sie muss daher in Gänze respektiert und bewahrt werden." Otto Pankok "Die Bilder der Passion sind gegen das Böse gerichtet und appellieren an uns, sich für die Menschlichkeit einzusetzen und nicht wegzuschauen." Eva Pankok |
Otto Pankok, ein Maler, der Aufmerksamkeit verdient
Otto Pankok (1893 - 1966) verfolgte humanistische und demokratische Ziele, er war ein unangepasster Maler mit einer sozialkritischen Einstellung. Er setzte sich für Minderheiten ein und wurde in der Nazi-Zeit selbst ein Verfolgter. Seine Bilder, teilweise christliche Motive, sind unbequem und rufen zum Nachdenken auf. Die Ausstellung fand vom 08. - 22.03.2009 in der Pfarrkirche St. Margareta in Lengerich statt. Kunst, die nachdenklich machtLengerich - Der Blick ist ungläubig, aber das Gesicht trägt ein Lächeln. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Günther Falkenberg. Was den Pfarrer der Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen so erstaunt, ist die Besucher-Resonanz auf die Otto-Pankok-Ausstellung in der Kirche. Gut 2000 Besucher haben seit dem 8. März die Werke des Künstlers gesehen, darüber nachgedacht, diskutiert, gemalt. Das ehrgeizige Ziel des Organisations-Teams - sie sind übertroffen worden. Zwölf Workshops („Frieden schaffen ohne Waffen“, geleitet von Peter Kopmeier) haben sich mit den Aussagen in den Zeichnungen und Drucken auseinander gesetzt, 40 Schulklassen geschaut, den Unterricht in die Kirche verlegt, gemalt, gelacht, geschrieben und diskutiert. Zwei alternative Kreuzwegandachten, das Theaterstück „Die Verteidigungsrede des Judas“ - viel Vorbereitung hat das erfordert. Der Erfolg macht glücklich. Ulrike Baumann-Marx vom Organisations-Team sagt es nicht, aber es ist ihr anzusehen. WN, Bericht von Michael Baar vom 21.03.2009 ausführlicher Bericht: Siehe "Hintergrund" Eine Ausstellung kann etwas bewegenDie Otto-Pankok-Ausstellung ist vorbei, das Programm war mit Vernissage, Predigtreihen, Workshops, Führungen oder Theater reich gefüllt. Nach 14 Tagen kann die Margaretenkirche wieder Gotteshaus im engeren Sinne sein. Nicht jeder hat die Umwidmung der Kirche in einen vorübergehenden Ausstellungsraum verstanden. Hier besteht noch ein Diskussions- und somit Verständigungsbedarf. Wenn die Pfarrgemeinde Seliger Niels Stensen in Zukunft mit mehr Menschen ins Gespräch kommen möchte, muss sie neue Wege versuchen, und diese Ausstellung über Otto Pankok, der in seinen Werken im Sinne der Nächstenliebe auf den leidenden Menschen zugeht, war ein guter Anfang. Erfreulich war der rege Zuspruch seitens der Schulen. Die Lehrkräfte zeigten sich sehr interessiert, nahmen auch gerne die Workshops unter dem Thema Frieden mit Peter Kopmeier wahr und meldeten noch weitere Klassen zum Ausstellungsbesuch mit Führung an. Die Ausstellung hat Schule und Kirche etwas näher rücken lassen – eine Perspektive für eine verstärkte Zusammenarbeit vor Ort. Keine Ausstellung entsteht aus dem Nichts, sondern bedarf einer wochenlangen Vorbereitung. Aus den jetzt fusionierten Teilgemeinden haben viele mit Begeisterung das Projekt „Otto Pankok“ auf unterschiedliche Weise mit hohem Zeitaufwand unterstützt. Neben dem Ideengeber der Ausstellung, Pastor Falkenberg, gebührt besonderen Dank Frau Baumann-Marx, die mit großem Geschick die Fäden der Organisation in den Händen hielt. Mit handwerklichem Geschick und großer Hilfsbereitschaft trug der Küster, Herr Mikstacki, zum Gelingen der Ausstellung bei. Auch eine Ausstellung braucht Begeisterte. Eine solche Erfahrung lässt den zeitlichen Aufwand vergessen. Paul Lohmeyer Aktuell: Die Verteidigungsrede des Judas![]() Ein Verräter im Zwiespalt seiner Gefühle Die Verteidigungsrede des Judas, ein geistliches Theaterstück von Walter Jens, wurde in der Kirche St. Margareta in Lengerich aufgeführt. Die Rolle des Judas verkörperte Sebastian Aperdannier aus Münster. Es wurde ein menschlicher, zweifelnder Judas gezeigt, der an der Last seiner Rolle zerbricht und jeden Zuschauer mit der Frage nach Schuld und Unschuld konfrontierte. Meisterwerke aus Kohle - MEDIATHEK regional - WDR.de![]() Bericht des WDR vom 9.3.2009 - Video Die Kirche der Sankt-Margareten-Gemeinde in Lengerich gleicht einem Museum. Hier werden Bilder des Künstlers Otto Pankok ausgestellt. Doch sie sind nicht nur Dekoration: Geistliche halten Predigten zu ausgewählten Bildern und Schüler lassen sich in Workshops von ihnen inspirieren. Ein Beitrag von Hannah Meloh Die Ausstellung wird gut besuchtDas Bild von Otto Pankok "Christus zerbricht das Gewehr" war Thema der Predigtreihe in den Gottesdiensten am vergangen Sonntag. Dieses Bild greift auch Peter Kopmeier unter dem Thema "Frieden schaffen ..." in seiner Arbeit mit Lengericher Schulklassen auf. Kinder aus den Grundschulklassen und dem Kindergarten fertigen unter Anleitung einfache Zeichnungen an. Erwachsene gehen still von Bild zu Bild. Lehrkräfte nutzen die Gelegenheit und haben den Kunst- oder Religionsunterricht in die Ausstellung verlegt. Andere Besucher blättern am Bücherstand interessiert in den Schriften und Bildbänden zu Otto Pankok. Täglich gibt es Führungen durch die Ausstellung. Das Interesse an der Ausstellung ist groß, denn immer wieder melden sich auch kurzfristig Gruppen und Klassen an, um den Maler Otto Pankok mit seinen Werken kennen zu lernen „Lebensspuren“ machen nachdenklichLengerich - Die Situation am späten Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Margarta war eine ganz besondere. Gut besetzt waren die Kirchenbänke mit Kunstinteressierten, die der Orgel- und Flötenmusik lauschten und ihre Blicke umherschweifen ließen in der Betrachtung der Werke des bedeutenden Künstlers Otto Pankok (1893 bis 1966), die jetzt unter dem Titel „Lebensspuren“ im Kirchenraum von St. Margareta zu sehen sind. „Eine Kirche als Ausstellungsraum, das heißt nicht, dass unsere Kirche jetzt museumsreif ist“, machte Pfarrer Günther Falkenberg in seinen einführenden Worten deutlich. Ganz im Gegenteil: Religiöse Themen haben im künstlerischen Schaffen Otto Pankoks stets eine große Bedeutung gehabt. „Kirche und Kunst, das schließt sich bei Pankok nicht aus. Kirche und Kunst, das ist vielmehr eine Symbiose“, machte Falkenberg deutlich. Bilder und noch viel mehrLengerich - Otto Pankok steht als Künstler in der Tradition des deutschen Expressionismus. Bekannt geworden ist der 1893 in Mülheim/Ruhr Geborene durch seine Grafiken. Als Mitglied der Künstlergruppe „Junges Rheinland“ wurde er schnell bekannt. Seine Art der Kunst kam bei den Nazis nicht an. 56 seiner Werke in deutschen Museen wurden beschlagnahmt. Seine Zigeuner-Bilder in der Ausstellung „Entartete Kunst“ präsentiert. Eine der bekanntesten Grafiken von Otto Pankok ist der „einäugige Zigeuner“. Der ziert auch das Titelblatt des Flyers zur Ausstellung „Lebensspuren“. Vom 8. bis 22. März sind ausgewählte Werke des 1960 verstorbenen Künstlers in der St.-Margareta-Kirche in Lengerich zu sehen. ausführlicher Bericht Westfälische Nachrichten vom 27.02.2009 |
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